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Assyst Bullmer declares insolvency – 120 employees affected

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ShareZukunft des Mehrstetter Betriebs ungewiss – 120 Mitarbeiter sind betroffen

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Assyst Bullmer hat am Mittwoch Insolvenz angemeldet. In der Firma, die “Zuschneidetechnologie für die nähende Industrie” produziert, arbeiten 120 Frauen und Männer. Die Belegschaft ist “maßlos überrascht”.

Mehrstetten  Dass der Betrieb Zahlungsschwierigkeiten hat, munkelt man schon eine ganze Weile. Zeitarbeitsverträge wurden nicht mehr verlängert, außerdem gab es betriebsbedingte Kündigungen. Insgesamt zwölf Mitarbeiter wurden in letzter Zeit entlassen, bestätigt Geschäftsführer Thomas Heinrichs.
 
Am Mittwoch nun hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Und zwar für alle Firmen in Deutschland, zu denen neben Assyst Bullmer Spezialmaschinen GmbH & Co. KG in Mehrstetten auch noch die Assyst-Gesellschaft für Automatisierung, Software und Systeme mbH in Aschheim-Dornach sowie zwei weitere Firmen (Grundstücke und Verwaltung) gehören.

Das Unternehmen ist im Moment nicht mehr zahlungsfähig, “aber wir haben Aufträge, Ersatzteileverkauf und Wartungsaufträge”, so Heinrichs. Der geht deshalb auch eher davon aus, dass der Betrieb wohl weitergeht. Wie – das ist nun die Aufgabe des Insolvenzverwalters, der vom Konkursgericht bestellt wird. Im Insolvenzverfahren stellt sich heraus, ob die Zahlungsfähigkeit wieder hergestellt werden kann. Wenn nicht, wird das Unternehmen “abgewickelt”, die Gläubiger, soweit es das Vermögen der Firma zulässt, bezahlt.
 
“Belegschaft und Betriebsrat sind maßlos überrascht, wie sich in den letzten Wochen die Ereignisse überstürzt haben und zur Insolvenz der beiden zwar eigenständigen, aber in ihrem Zusammenwirken verknüpften Unternehmen Assyst GmbH und Assyst Bullmer Spezialmaschinen geführt haben.” Der Betriebsratsvorsitzende Giovanni Lentini betont, “noch in einer der mehrfachen Mitarbeiterinformationen durch die Geschäftsleitung vor wenigen Wochen” habe Geschäftsführer Thomas Heinrichs erklärt, “dass weder in den nächsten Tagen noch in den nächsten drei Monaten eine Insolvenz zu befürchten” sei. Belegschaft und Betriebsrat hoffen natürlich sehr, dass es gelingen möge, über den Insolvenzverwalter Möglichkeiten aufzutun, um das Unternehmen fortzuführen und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Schließlich blicke allein das Unternehmen Bullmer, das eine internationale Geltung errungen habe, auf eine 75-jährige erfolgreiche Tradition zurück, so Lentini.
 
Für Mehrstettens Bürgermeister Rudolf Ott war die Nachricht “ein Schock”. Er hofft, “dass der Betrieb aus dem Insolvenzverfahren gut rauskommt”, nicht völlig von der Bildfläche verschwindet. “Die Firma ist wichtigster und größter Arbeitgeber am Ort.”
 
Info
 
Das Unternehmen produziert unter anderem Lege- , Mess- und Schneidemaschinen, Legetische und Förderbänder, Stoffrollen-Belade-, Bevorratungs- und Wechselsysteme.
 
Kunden weltweit sind vor allem die Bekleidungs- und Polstermöbelindustrie, geliefert wird aber auch an Innenausstatter im Transportwesen, zum Beispiel von Flugzeugen.
 

www.suedwest-aktiv.de

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Ben Hanson Ben Hanson is one of WhichPLM’s top contributors. Ben has worked for magazines, newspapers, local government agencies, multi-million pound conservation projects, museums and creative publications before his eventual migration to the Retail, Footwear and Apparel industry.Having previously served as WhichPLM’s Editor, Ben knows the WhichPLM style, and has been responsible for many of our on-the-ground reports and interviews over the last few years. With a background in literature, marketing and communications, Ben has more than a decade’s worth of experience, and is now viewed as one of the industry’s best-known writers.